Vereinbarkeit von Pflege und Beruf 

Angesichts der demografischen Entwicklungen in Deutschland wird die Vereinbarkeit von Pflegeaufgaben mit einer beruflichen Tätigkeit in den nächsten Jahren für einen zunehmenden Teil der Erwerbstätigen an Bedeutung gewinnen:

Von den 2,04 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland – Tendenz steigend! – werden 70% zuhause versorgt. Die Pflegeaufgaben werden im Regelfall von Angehörigen, zumeist Ehefrauen, Töchtern und Schwiegertöchtern, übernommen.

Rund 2/3 der Pflegenden waren 2002 noch im erwerbsfähigen Alter. Der Anteil derjenigen, die neben der Pflege zusätzlich einer Erwerbstätigkeit nachgingen, stieg von 30% im Jahr 1998 auf 40% im Jahr 2002.

Untersuchungen zeigen, dass 27% der berufstätigen Pflegenden (nahezu ausschließlich weibliche Beschäftigte) ihre Erwerbstätigkeit aufgaben, 24% schränkten ihre Erwerbstätigkeit ein.

Die Übernahme von Pflegeaufgaben hat damit Auswirkungen auf die berufliche Entwicklung der betroffenen Frauen, aber auch auf die Betriebe, in denen diese Frauen beschäftigt sind.

Während es für die Unterstützung von berufstätigen Müttern auf betrieblicher Ebene inzwischen eine ganze Reihe von guten Beispielen gibt, wird die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege in Unternehmen bisher kaum thematisiert.

Vor diesem Hintergrund scheint es sinnvoll, praxisorientierte Konzepte für eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu entwickeln und in der Öffentlichkeit publik zu machen.


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